Krusten-Schalen
und Weichtiere
Krustentiere
sind krebsartige Tiere die im Meer oder im Süßwasser leben. Ihr
Körper ist von einem hornartigen Panzer umgeben. Weltweit gibt es
etwa 2000 verschiedene Arten, von denen über 300 im Süßwasser leben.
Zusammensetzung
von Krustentieren
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Fett
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0,5 - 2%
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Eiweiß
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15 - 19%
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Wasser
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78 - 80%
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Chitin (Eiweißstoffe und Kalk sind in der Kruste eingelagert)
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Energiegehalt pro 100 g
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300 - 400 KJ
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Süßwasserkrebse
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Art
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Beschreibung
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Verwendung
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Flußkrebs
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Edel- oder Solokrebs: Olivgrün bis dunkelbraun
mit kräftigen Scheren. Früher in ganz Europa in ruhig
fleißenden Gewässern zu finden, heute durch Krebspest
und zunehmende Wasserverschmutzung weitgehend vernichtet.
Galizierkrebs (Teich- oder Sumpfkrebs):
Kleinere, langgestreckte Scheren (nur wenig Fleisch),
Panzer ist heller als der des Edelkrebses. Ursprünglich
aus Osteuropa, heute in ganz Mitteleuropa. Wird auch gezüchtet.
Im Handel wird heute hauptsächlich dieser Krebs angeboten.
Signal- und Kamberkrebs: Oben schwarzgrün,
unten gelbbraun, kleine Scheren mit gelben Spitzen. Aus
Amerika eingeführt, gezüchtet.
Butterkrebse: Flußkrebse, die ihren Panzer
abgeworfen und noch nicht durch einen neuen ersetzt haben.
Das Fleisch ist weiß, sehr zart und saftig, besonders
schmackhaft im Sommer.
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In den Monaten
Juni bis September angeboten.
Vor der Verarbeitung mit einer Bürste reinigen
und frisch im ganzen kochen.
Für Krebsgerichte und Salate.
Der gekochte und zerkleinerte Panzer für Suppen,
Saucen und Krebsenbutter.
Die Krebsennase (Kopfbruststück) zum Füllen.
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Meereskrebse
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Art
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Beschreibung
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Verwendung
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Hummer

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Rückenfarbe je nach Lebensraum,
von Grünblau über ein kräftiges Dunkelblau bis Schwarzviolett,
Seiten und Unterseite gelblich bis hellbraun mit unregelmäßigen
rötlichen Flecken, zwei große Scheren. Corail: die im
rohen Zustand grünen, im gekochten korallenroten Eierstöcke
der weiblichen Tiere, sind eine besondere Spezialität.
Fleisch: schneeweiß, zart, besonders saftig, leicht süßlich
im Geschmack, schwer verdaulich.
Europäischer Hummer: größte Krebsart
der europäischen Meere, die besten kommen aus Island,
England und Schottland. Amerikanischer Hummer
(Lobster): etwas größer als der europäische.
Die besten kommen aus dem Bundesstaat Maine. Die größten
Mengen stammen aus Kanada.
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Frischer Hummer ist am besten von April
bis September.
Angeboten wird Hummer lebend, tiefgefroren und
in Konserven.
In Gefangenschaft nehmen Hummer keine Nahrung zu
sich, zehren von ihrem eigenen Fleisch, und die Qualität
nimmt ab, je länger sie im Bassin gehalten werden.
Besonders geschätzt sind die fleischigen Scheren
der männlichen Tiere und die breiten Schwanzteile der
weiblichen Tiere. Hummer zählt zu den Delikatessen der
Küche.
Gekocht oder gegrillt für kalte und warme Vorspeisen
und Zwischengerichte, für Cocktails, Salate, Buttermischungen.
Als Mittelpunkt von festlichen kalten Büffets.
Für kalte und warme Garnituren, als Einlage.
Schalen zur Suppen- und Saucenzubereitung.
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Languste

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Lebt an felsigen Küsten aller Meere mit mittleren
Wassertemperaturen in tropischen und subtropischen Gewässern.
Im Gegensatz zum Hummer keine Scheren, aber lange Fühler (Antennen)
und am Rücken stachelige Höcker. Fleisch: etwas fester
und trockener als Hummerfleisch, hervorragend im Geschmack.
Europäische Languste: Auf dem Schwanzteil
zwei Reihen weißer Flecken.
Afrikanische oder Portugiesische Languste: mit klar abgegrenzten, verschieden
großen weißen Ringen an den Fühlern.
Amerikanische Languste: mit paarweise
angeordneten weißen Flecken auf dem zweiten und sechsten
Schwanzring.
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Am besten von Juni bis September.
Von der Languste kann nur das Fleisch des Schwanzstückes
gegessen werden.
Hebt man die Languste hoch, muß sie kräftig mit
dem Schwanzteil schlagen. Damit die Fühler erhalten bleiben
und das Schwanzstück sich nicht krümmt, bindet man sie
vor dem Kochen auf ein Brett.
Als Tiefkühlware kommen Langustenschwänze auf den
Markt.
Wie Hummer sind Langusten das Schaustück von kalten
Büffets.
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Scampi, Kaisergranat
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Mit dem Hummer verwandt, aber wesentlich kleiner
und schlanker, mit langen, schmalen Scheren. Panzer helles
Lachsrot.
Fleisch: weiß, langustenähnlich, süßlich schmeckend.
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Panzerfarbe verändert sich beim Kochen
kaum.
Es wird nur das Schwanzstück verwendet.
Gegrillt, gebacken, gekocht in Saucen, für Vorspeisen,
Cocktails, Salate.
In den Handel kommen meist Schwanzstücke, manchmal
unter der irreführenden Bezeichnung "Langustenschwänze".
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Langostino, Chilekrabbe
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Furchenkrebs mit breitem, gedrungenem Brustpanzer
und langgezogenen Gliedern, die in kleinen Scheren enden.
Fleisch: weiß mit roter Haut, darmfrei, süßlicher, ausgezeichneter
Geschmack.
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Bei uns sind fast nur die gekochten und
tiefgefrorenen 45 cm langen Langostinoschwänze erhältlich.
Für Cocktails, Salate oder Garnituren.
Für kalte Platten.
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Garnelen
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Langschwänziger, weichschaliger Krebs ohne Scheren,
aber mit langen Fühlern. Der Körper ist schlank und läuft
nach vorn spitz zu. In allen Weltmeeren von der Tiefsee
bis in die flachen Küstengewässer. Im Handel werden Garnelen
sehr unterschiedlich eingeteilt. Bei uns sind vor allem
Tiefsee- und Nordseegarnelen im Handel. Fleisch: rosarot,
leicht süßlich sehr schmackhaft.
Shrimps: nennt man sie dann, wenn erst
mehr als 200 Stück ein Gewicht von einem Kilogramm ergeben.
Prawns, King Prawns (Riesengarnelen):
in flachen Küstengewässern.
"Freshwater" (Süßwassergarnelen):
kleiner, dunkler, manchmal mit einem ausgeprägten Fischgeschmack.
Aus ostasiatischen Gewässern. Tiefseegarnele (Grönland-,
Nordmeer-, Nordische Garnele): bis 16 cm lang,
durchschimmernder rosafarbener Körper. Sehr empfindlich,
kommt meist tiefgefroren oder schon gekocht in den Handel.
Nordseegarnele (Granate, Nordseekrabbe):
durchsichtiger graubrauner Körper (57 cm lang). Kommt
gekocht, tiefgefroren, gefriergetrocknet und mariniert
in den Handel.
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Am besten von März bis Mai.
Vorwiegend als Garnitur für kalte und warme Gerichte.
Für Cocktails, Salate, kalte Platten.
Kroepoek: gekochtes Garnelenfleisch, mit Salz zu
Püree verarbeitet, mit Tapiokamehl zu einem Teig geknetet
und geformt. Danach gedämpft, getrocknet, in dünne Scheiben
geschnitten. Die gebackenen Scheiben als Beilage zu verschiedenen
Gerichten aus Krustentieren in Verbindung mit Reis.
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Königskrabbe
Japankrabbe
Kamtschatkakrabbe

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Nach vorn dreieckig zulaufender rosaroter Panzer,
die Beine enden spitz. Panzer und Beine mit spitzen Stacheln
besetzt. Lange, schmale Scheren. Fleisch: rötlich, innen
weiß, grobfaserig, von Lamellen durchzogen, leicht süßlich,
hummerähnlich.
Nordische Eismeerkrebbe, Schneekrabbe:
bis 18 cm breit, bis 2,5 kg. In den Handel kommen sie
als "Crab meat" in Konserven oder die Scheren
mit dem vorzüglich schmeckenden Fleisch tiefgefroren.
Antarktische Königskrabbe: bis zu 15
cm breit.
Blaukrabbe: 10 bis 20 cm breit. "Softshell
crabs": kommen direkt nach der Häutung von
Mai bis Juni auf den Markt. Sehr gutes, ergiebiges, wohlschmeckendes
Fleisch. Strandkrabbe: kleinste gefangene
Krabbenart (68 cm breit).
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Es kommen bei uns ganze Tiere tiefgefroren
in den Handel.
Das Fleisch wird als "King crab meat"
in Konserven gehandelt.
Hauptsächlich für Cocktails und Salate.
Große Exemplare als Schaustücke für kalte Büffets.
Warm wie Hummer zubereitet und für Garnituren.
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Seespinne
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Spinnenartige rotgelbe Krabbe mit leuchtendroten
Beinen. Fleisch: wohlschmeckend, von Feinschmeckern sehr
begehrt.
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Sie kommt lebend oder gekocht und tiefgefroren
in den Handel.
Der Fleischanteil des Körpers und der Scheren ist
gering.
Für Cocktails, Vorspeisen, Garnituren und zu kalten
und warmen Fischgerichten.
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Taschenkrebs
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Braun bis braunviolett. Im Gegensatzzur Größe
des Panzers enthalten die Taschenkrebse relativ wenig
Fleisch, das sich vorwiegend in den kräftigen Scheren
und im Bruststück befindet. Fleisch: hummerähnlicher Geschmack.
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Sie kommen lebend oder tiefgefroren in
den Handel.
Der Panzer zum Füllen und Gratinieren oder als
Schale für Salate.
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Bedeutung
für eine gesunde Ernährung
Nähr-
und Wirkstoffgehalt: Krebsenfleisch hat neben dem besonderen
Genußwert einen hohen Nährwert. Es ist reich an biologisch hochwertigem
Eiweiß und Mineralstoffen, aber arm an Fett.
Schadstoffe: Krustentiere enthalten heute leider
wie auch die Fische Umweltgifte, die Grenzwerte sind im Lebensmittelgesetz
festgelegt.
Küchentechnische
Eigenschaften
Das
Fleisch von Krustentieren ist wegen des hohen Eiweiß und Wassergehalts
sehr leicht verderblich und nur kurze Zeit aufzubewahren. Deshalb
lebende Tiere kaufen und rasch verarbeiten. Bereits tote Tiere sind
nicht mehr genußtauglich. Einmal zubereitet dürfen sie nicht wieder
aufgewärmt werden. Aufgetaute Tiere sofort verarbeiten, auf keinen
Fall wieder einfrieren.
Töten der Krustentiere: Laut Tierschutzgesetz dürfen
lebende Krustentiere nur durch Einlegen mit dem Kopf voran in kochendes
Wasser getötet werden. Durch die Hitzeeinwirkung wird der zum Kopf
führende Hauptnerv sofort zerstört, und die Tiere leiden kaum dabei.
Verboten ist es, Tiere in noch nicht kochendes Wasser einzulegen
oder durch Halbieren oder Herausziehen des Darms zu töten.
Farbveränderung beim Kochen: Durch Kochen erhalten
die Tiere eine hell bis tiefrote Farbe. Im Panzer sind blaue und
rote Farbptimente eingelagert. Die nicht hitzebeständigen blauen
Pigmente werden beim Kochen zerstört, so das die roten Farbpigmente
die Farbe der gekochten Tiere bestimmen.
Fleischanteil: Der Fleischanteil beträgt 18-23%.
Wird z.B. ein Hummer mit 1 Kg verarbeitet, bleiben ca. 200 g reines
Fleisch über.
Einkauf
und Lagerung
Krustentiere
werden lebend oder konserviert gehandelt. Kleinere Arten wie Garnelen,
Scampi oder Krabben werden überwiegend tiefgefroren angeboten.
Anlieferung: Lebende Tiere werden in mit feuchten
Seetang oder feuchter Holzwolle ausgelegten Körben oder Holzkisten
per Flugzeug als Expressgut versandt. Damit sie sich nicht gegenseitig
verletzen, werden bei Hummertieren die Scheren zusammengebunden.
So bleiben sie zwei Tage gekühlt ohne Wasser am leben.
Frischemerkmale: Lebende Tiere: krümmen
bei Berührung sofort das Schwanzstück um die Unterseite zu schützen.
Bei gekochten Tieren: die vor dem Einlegen in kochendes
Wasser noch gelebt haben, ist das Schwanzstück auch nach dem Kochen
nach unten gerollt.
Verdorbenes Fleisch ist weich, leicht grünlich und hat einen Salmiakgeruch.
Es kann zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen.
Aufbewahrung: Lebend in Bassins bei 6°C bis sechs
Tage. Lebende Tiere dürfen nicht auf Eis gelegt wrden. Tiefgefroren
können sie einen Monat gelagert werden.
Tiefgefrorene,
oder lebende ganze Hummer stammen meist aus Kanada. Edelkrebse werden
aus der Türkei, aus Griechenland oder Polen importiert. Meereskrebse
haben nur in der gehobenen Gastronomie eine Bedeutung.
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